Das Ritterhaus

Das Ritterhaus ist ein Palast für des schwedischen Adels. Ein geschäft/Organisation die ein historisches erbe schützt und erhaltung.

Willkommen uns zu kontaktieren: kansli@riddarhuset.se und/oder +46 (0)8 723 39 90.

Der Palast begrüßt Besucher: Montag- Freitag 11.00-12.00. Eintritt: 60 SEK.

The House of Nobility will not be open to the public on the following days during spring 2018:
16/3, 30/3, 2/4, 30/4, 1/5, 9-11/5, 31/5, 6/6 (closed 11-12 a.m. but open for concert 2-3 p.m.), 21-22/6

Anfahrt, karte

Das Schloss
Das Ritterhaus wurde in den Jahren 1641-1672 erbaut. Die beiden Seitenflügel wurden im Jahre 1870 errichtet.

Architekten: Simon de la Vallée (1641-1642), Heinrich Wilhelm (1645-1652), Joost Vingboons (1653-1656) und Jean de la Vallée (1656-1672). Die beiden letzteren gaben dem Ritterhaus seine endgültige Gestalt. Die Entwürfe für das Dach, die Portale und das Treppenhaus sind ausschliesslich Jean de la Vallées Werk.

Der Rittersaal, im ersten Stock des Ritterhauses gelegen, diente während der Reichstage von 1668 bis 1866 als Sitzungssaal des Adelsstandes. Die Ständeversammlung wurde 1866 aufgelöst. Heutzutage versammelt sich hier jedes dritte Jahr die schwedische Ritterschaft zu ihren ordentlichen Sitzungen. Dabei hat jedes introduzierte Adelsgeschlecht das Recht, sich durch sein Oberhaupt vertreten zu lassen. Die Königliche Schwedische Akademie der Wissenschaften und die Akadmie für Literatur, Geschichte und Kunstdenkmäler halten hier im Rittersaal ihre jährlichen Feierlichkeiten ab. Der Saal wird gelegentlich auch von anderen Institutionen und für Konzerte genutzt.

Eine gründliche Restaurierung wurde im Jahr 1961 durchgeführt.

An den Wänden des Rittersaales und an denen der Treppe, die zu den sog. Landmarschallräumen im Erdgeschoss führt, hängen Wappenschilder (auf Kupferplatten gemalt) von insgesamt 2331 Geschlechtern, von denen etwa 663 noch leben. An der westlichen Wand gruppieren sich um eine Büste Gustaf II Adolfs herum die gräflichen Wappenschilder, die Schilder der Freiherren hängen aussen an derselben Wand, die Wappen der ältesten adeligen Geschlechter hängen an der Südwand. Die Schilder hängen in Nummerfolge nach dem Introduktionsjahr der Geschlechter, wobei die ältesten Geschlechter die niedrigsten Nummern haben. Der Forschungsreisende Sven Hedin war 1902 der letzte, der in Schweden geadelt wurde. Sein Wappenschild hängt neben dem Eingang zum Rittersaal vom Treppenhaus aus.

An der der Decke des Rittersaales sieht man ein allegorisches Gemälde von David Klöcker Ehrenstrahl, gemalt in den Jahren 1670-1675. Mutter Svea, die Schweden symbolisiert, sitzt auf ihrem goldenen Thron. Darüber schweben die drei Grazien, die drei Kronen des Reichswappens tragend. Rundherum gruppieren sich allerlei allegorische Figuren.

Auf einem Podium im Vordergrund des Rittersaales steht der Landmarschallsessel, der ganz aus Elfenbein geschnitzt und mit elfenbeinernen Einlagearbeiten auf Ebenholzquerleisten versehen ist (1625).

Im Vorraum links unten hängen vier Gemälde berühmter schwedischer Staatsmänner und Heerführer aus dem 17. Jahrhundert. Eine Geldkiste aus dem 17. Jahrhundert steht auch in diesem Raum.

Der Landmarschallsaal wurde im 18. Jahrhundert als Zusammenkunftslokal für den mächtigen Geheimen Ausschuss des Reichstages benutzt. Die Wände des Saales sind mit Gemälden der verschiedenen Landmarschälle geschmückt. Der Landmarschall wurde bei jedem Ständetag (Reichstag) von König als Präsident der Verhandlungen der Ritterschaft gewählt. Einige der bedeutendsten waren Per Brahe, Johan Gyllenstierna, Arvid Horn, Karl Gustaf Tessin und Axel von Fersen.

An den Wänden im kleinen Salon (neben dem Landmarschallsaal) sieht man Gemälde der Landmarschälle des 19. Jahrhunderts, von denen Graf Lagerbjelke der letzte war.

Das Treppenhaus ist von Jean de la Vallée entworfen worden und wurde im Jahr 1668 fertiggestellt. Eine gründliche Restaurierung wurde im Jahr 1961 durchgeführt. An der östlichen Wand sieht man ein Gemälde des Freiherrn Gustaf Cederström ”Der Zug über den Grossen Belt”, gemalt 1912. Die Laternen auf den Ecksäulen der Treppe sind Abbildungen der Bronzelaternen von Bildhauer Bouchardon im Treppenhaus des Königl. Schlosses aus dem Jahr 1765.

Im ersten Stock des Ritterhauses liegen die Büroräume der Verwaltung des Ritterhauses. Dort befindet sich auch das Blaue Zimmer mit einer einzigartigen Sammlung von ostindischen Wappenporzellan.